EberoProjektskizze

Ebero AG
Lagerlogistik

Projekt-Skizzierung

Digitalisierung der Prozesse in der Lagerlogistik, vom Wareneingang über Umlagerungen bis zur Ausgangskommissionierung und digitaler permanenter Inventur.

Road to Success

Ausgangssituation

Das Unternehmen verfügt über ca. 10 Lagerstandorte von Nordrhein-Westfalen bis Hamburg. Es handelt sich hierbei um Hochregallager mit Palettenplätzen und Gitterboxen sowie Außenlager für sperriges Langgut.

Die Bewirtschaftung der Lager erfolgt durch Ausdruck von Belegen im Lager, abhaken der Belegpositionen und anschließender Erfassung der Bewegungen im ERP-System. Dies führt unter anderem zu Fehlern bei der Kommissionierung, wenn sehr ähnliche aber falsche Artikel gepickt werden, sowie zu Unschärfen in der Bestandsbeauskunftung aufgrund der zeitverzögerten Buchungen. Zudem gibt es für das Management sehr wenig Kontrollmöglichkeiten zur Bewertung der Effizienz der Logistikprozesse.

Zielsetzung

Digitalisierung aller Lagerlogistik-Prozesse durch die Einführung von Online MDE Geräten (Scannern).

Dadurch ist eine sofortige Erkennung von Fehlpicks und auch sofortige Buchung der bewegten Ware möglich. Zusätzlich müssen keine internen Dokumente mehr für die Bewirtschaftung des Lagers gedruckt werden.

Konzept

1. Definition der Lagerlogistikprozesse des Kunden.

2. Erstellung eines Grobpflichtenhefts, mit welchem die gesamten Prozesse nochmals gemeinsam auf Gültigkeit und Vollständigkeit überprüft werden.

3. Erstellung eines Detailpflichtenhefts für die Software-Entwicklung der MDE-Geräte.

4. Erarbeitung einer Projektdokumentation und Prozessbeschreibung für die Ausrollung auf alle Standorte.

Umsetzung

Die Umsetzung erfolgte in mehreren Schritten. Sobald ein Teilbereich (z.B. Wareneingang mit Ermittlung des optimalen Einlagerungsplatzes) fertig programmiert war, wurde dieser Funktionsbereich gemeinsam mit dem Kunden getestet. So konnte frühzeitig auf nicht korrekt definierte Anforderungen oder nicht korrekte Programmierung reagiert werden. In iterativen Schritten wurden die digitalisierten Abläufe somit zuerst vollständig im Hauptlager am Standort der Zentrale ausgerollt.

Nach dem erfolgreichen Testbetrieb konnte dann durch die IT-Abteilung unter Zuhilfenahme der erstellten Dokumentationen die Ausrollung auf die weiteren Standorte des Unternehmens erfolgen. Heute sind an den Standorten permanent ca. 40 Scanner im Einsatz.

Kritische Faktoren/Herausforderungen

Technische Herausforderungen im Bereich der WLAN-Abdeckung in den Lagerbereichen, da die WLAN-Strahlung aufgrund der Metallstrukturen der Hochregale stark abgeschirmt wird. Ebenso im Bereich der Scanner-Hardware, hier musste mit Erweiterungen der Hauptspeicher der Geräte vergrößert werden.

Organisatorische Herausforderungen gab es bei der Analyse der Lagerabläufe bis ins letzte Detail. Es mussten teils auf sehr individuelle Anforderungen reagiert werden, zum Beispiel die „automatische Aufgabenverteilung auf die Mitarbeiter in Abhängigkeit der bereits getätigten Picks“, um eine „gerechte“ Arbeitsaufteilung auf die Lagermitarbeiter zu ermöglichen.

Nicht zuletzt gab es auch menschliche Herausforderungen – es galt, die Mitarbeiter im Lager davon zu überzeugen, dass die Einführung einer scannergesteuerten Lagerbewirtschaftung die tägliche Arbeit erleichtert und nicht erschwert. Ebenso musste klar kommuniziert werden, dass nicht die extensive Kontrolle der Mitarbeiter oder gar der Abbau von Mitarbeitern geplant ist.

Erfolgsfaktoren

Sauber definiertes und abgestimmtes Detailpflichtenheft für die Programmierung. Iterative Ausrollung sowohl in der Zentrale aus auch in den Standorten. Einhaltung des Zeitplans durch ausreichende Ressourcen in Entwicklung und Test, sowohl beim Software-Hersteller als auch beim Kunden.

Ergebnis/Kundennutzen

Die Scanner wurden in allen Standorten erfolgreich eingeführt. Es können dadurch pro Jahr ca. 100.000 Blatt Papier eingespart werden. Die Fehlerquoten in der Kommissionierung und damit verbundene Kundenreklamationen konnten fast auf „0“ gesenkt werden.

Verfügbarkeitsinformationen stehen dem Vertrieb nun live zur Verfügung, wodurch die störenden Anrufe im Lager: „ist das Material schon da?“ nicht mehr nötig sind.

Zusätzlich konnte die Steuerung der Ausgangskommissionierung aus dem Vertrieb hin zur Lagerleitung verlagert werden.

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